Archiv Seite 3

Das „Gastrecht“, von dem Sahra Wagenknecht spricht

Sahra Wagenknecht möchte heftig ins Abschieben einsteigen, weil Menschen angeblich ihr „Gastrecht“ verwirkt hätten (und nichts anderes als Abschiebung meint das). Wir finden bereits die Vorstellung abwegig, Menschen, die migrieren, wären „Gäste“, die dann irgendwelche Rechte verwirken könnten, die andere Einwohner*innen der Region ‚natürlich‘ und ohne Möglichkeit des Verlustes zustehen!

Ein Text von uns handelt hiervon, wir freuen uns über Anmerkungen, Kritik und Lob:

„Wir können doch nicht alle aufnehmen“. Von vollen Booten und leeren Tellern

Tortanschlag auf Sahra Wagenknecht: Offizielle Stellungnahme der SaZ-Redaktion zum Cakegate

Durch den vorbildlichen Investigativ-Journalismus der FaZ (http://bit.ly/1X7nEKO) sehen wir uns gezwungen, unsere Pressevertreter_innen Norbert G., Don Alphonso, Karla Kolumna und Harry Hirsch in den einstweiligen Ruhestand zu verabschieden.

ad Tortenwurf

„Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht eben auch verwirkt“ (Sahra Wagenknecht)

Heute morgen lasen wir in der Bams und der FAZ, dass die Torte auf obige „Links“politikerin aus Zuckers Blätterwald kam („Er gab an, für das linksautonome Blog „Straßen aus Zucker“ zu arbeiten“). Als Redaktion der Straßen aus Zucker lieben wir natürlich Torten, gerne auch mit viel Sahne. Und finden die brandstiftenden Aussagen von Sahra Wagenknecht zur Flüchtlings‘krise‘ ziemlich unterirdisch (https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/auf-rechten-abwegen), wie wir auch die Aufregung um eine leckere Schokotorte in dieser angeblich so bewegungsnahen Partei nicht ganz nachvollziehen können.

Aber während des Parteitags hatten alle unsere Redaktionsmitglieder Anderes zu tun: Am See sitzen, die nächste Ausgabe planen, Demos organisieren, feiern gehen. Kurzum: Wir waren’s nicht. Wie wir das Ganze konkret finden diskutieren wir bald im Zuckerwürfel-Kollektiv – stay tuned, friends!

Hoch die Hände, Wochenende!

Fr. 29.04. // 23:59 // ://about blank

_ ZAMILSKA (Untuned Records, PL) *LIVE*
_ Fantastic Man (Superconscious / FCR / AU)
_ Cloak (Void)
_ fr. JPLA (Institut fuer Zukunft)
_ DJ HIRAX b2b Sarah For Sure (Cases of Madness)
_ Remap (Des Rues de Sucre)
_ Julia Go (Katermukke/Neu West Berlin)
_ Pripyat AR (Deleuzian Century)
_ Flashy Trashy DJ Team
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„Punk funktioniert halt mit acht Zeilen und nicht mit einer großen Erklärung“

Ein Interview mit Johnny Bottrop, dem Gitarristen der Terrorgruppe über Affen, Weihnachtsbäume und Gentrifizierung

SaZ: Das Cover eures neuen Albums ziert ein Selfie eines Affen. Sind die Urheberrechtsklagen mit dem Bild geklärt oder droht euch der finanzielle Ruin, wenn der Affe doch noch klagt?

Johnny: Auf den Affen-Selfie sind wir tatsächlich deswegen gestoßen, weil der Urheberrechsstreit im Internet so herrlich hochgekocht ist: Fotograf gegen Wiki-Commons, Peta gegen den Fotografen, Peta gegen Wiki-Commons… und bis heute eigentlich immer noch ungeklärt ist und wohl auch für immer und alle Zeiten ungeklärt bleiben wird. (mehr…)

„Nationalismus und konservatives Gedankengut durchdringen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens“

Für SaZ #11 holten wir O-Töne von Menschen ein, die sich weltweit rechten Bewegungen widersetzen.

Partho aus West-Bengalen, der bei Sanhati aktiv ist:
Der Hindu-Nationalismus ist eine rechte Bewegung, deren Ziel ein einheitlich hinduistischer Nationalstaat ist. Die organisatorische Stärke dahinter liegt in der radikal-hinduistischen Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS), der Nationalen Freiwilligenorganisation, die auf Strömungen aus den 1920ern zurückgeht und deren Gründer offen ihre Bewunderung für Hitler zum Ausdruck brachten.
Heute behauptet das RSS, die größte nichtstaatliche Organisation der Welt zu sein, die unter anderem die Bharatiya Janata Party (BJP), die aktuelle neoliberale Regierungspartei Indiens, hervorgebracht hat. Zu ihrer politischen Taktik gehört weit verbreitete Propaganda gegen Muslime und Kommunist_innen. Beide werden als antinational bezeichnet.
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Einmal Pommes, bitte …aber ohne Kartoffeln, Salz und Fett

Über rechte Ökonomiekritik und die Suche nach den Schuldigen
„Es ist doch nicht alles schlecht!“ Ein Satz, der ganz besonders dann nervt, wenn man etwas kritisiert hat, beschreibt recht gut die Einstellung, welche die meisten der hier lebenden Menschen zum kapitalistischen Wirtschaftssystem haben. Aus dessen Hauen und Stechen in der Konkurrenz wird der gesunde Wettbewerb, der das Geschäft belebe. Anstatt der Tatsache, dass es bei allem nur ums Geld geht, wird vom ehrlichen Handwerk, der Erfinderin mit den pfiffigen Ideen und dem Künstler, der das alles nur für die Kunst macht, erzählt. Kapitalismus, aber bitte ohne Krisen, Armut, Konkurrenz und Ausbeutung.
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