Archiv der Kategorie 'Allgemein'

im September kommt der Papst zu „Besuch“…

papst in berlin

zuckersüßes world wide web…

Wir haben nicht nur diesen wunderbaren Blog, sondern sind auch bei Facebook, Myspace und Twitter zu finden, wo es öfter News, Infos und Tipps gibt:

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Und ihr könnt die vier bisher erschienen Ausgaben der „Straßen aus Zucker“ jetzt auch online durchblättern:
Straßen aus Zucker #1

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Reichspogromnacht am 9.November 1938 – Kein Vergessen! Kein Vergeben!

„Es ist geschehen, also kann es wieder geschehen.“ (Primo Levi)

9.November 1938 – 9.November 2010 – 72.Jahrestag der Pogromnacht

Auftakt zur Vernichtung
Die Gewalt der Novemberpogrome vom 7. -13 November 1938 fand am 9.November ihren vorläufigen Höhepunkt. Überall in Deutschland und Österreich brannten die Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden überfallen, demoliert und geplündert. Juden und Jüdinnen wurden von deutschen AntisemitInnen gedemütigt und geschlagen, vergewaltigt und ermordet. Etwa 30.000 Männer wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt. Die Gewalt der Novemberpogrome bildete den Auftakt zu vollkommener Entrechtung, Deportation und Vernichtung der Juden und Jüdinnen in Deutschland und Europa.

Anläßlich der Erinnerung an den 9.November 1938 finden in verschiedenen Städten Gedenkkundgebungen statt, auf die wir hier besonders hinweisen wollen. Außerdem legen wir Euch den Text „Die sind schuld – Antisemitismus“ in der „Straßen aus Zucker“ #3 ans Herz!

Kein Vergessen! Kein Vergeben! Gegen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland, Europa und überall!
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Wissen macht K! unplugged #2

Eine Diskussion in der Schule. Mal wieder stehst du auf verlorenem Posten. DDR=Kommunismus schallt es durch das Klassenzimmer und auch sonst ist nicht gut Kirschen essen. Alle werfen dir vor, du würdest doch immer nur rummeckern und was dein doofer Kommunismus schon wieder soll, versteht auch niemand. Lass doch Krise mal Krise sein.
Die zweite Runde von Wissen macht K! unplugged ist da. Es geht um Realsozialismus und befreite Gesellschaft und was beide eben nicht gemeinsam haben.
Gespräche und Diskussionen zu den anderen Argumenten gegen Argumente gegen den Kommunismus werden in den nächsten Wochen und Monaten bei communisme sucré und auch hier hochgeladen.


Realsozialismus by communismesucre

03.09. Berlin: offenes Treffen des „Straßen aus Zucker“-Bündnisses

Du fandest die „Strassen aus Zucker“ richtig gut und/oder willst über einiges nochmal diskutieren…
Du hast Bock mitzumachen, was ähnliches zu machen und/oder andere Ideen politisch aktiv zu werden…
Du suchst eine Gruppe oder willst mit Freund_innen was aufziehen und brauchst Unterstützung…
Komm doch einfach zu unserem offenen Treffen!

Freitag – 03.09. – 18.00 Uhr im Cafe Morgenrot (Kastanienallee 85 – 10435 Berlin)

straßen aus zucker t-shirt

Wissen macht K! unplugged

Ein Tag am See, die Sonne knallt und alles scheint in Ordnung. Bis es mal wieder heißt: Wer hat Geld für das nächste Bier? Warum aber der All-Inklusive-Urlaub im Süden eben nicht der Kommunismus ist, Konkurrenz das ganze Jahr nervt und niemand 20 Flaschen Wodka trinken würde, nur weils nichts kostet, erfahrt ihr bei der ersten Runde von „Wissen macht K! unplugged“.
Gespräche und Diskussionen zu den restlichen Argumenten gegen Argumente gegen den Kommunismus werden in den nächsten Wochen und Monaten bei communisme sucré hochgeladen und früher oder später sicherlich auch hier.

Umsonst by communismesucre

Gewalt gleich Gewalt?

Wenn uns der Begriff Gewalt im Alltag begegnet, stellen wir uns darunter primär physische Gewalt vor: Gewalt, die sich auf körperlichen Ebene gegen Personen richtet, diese verletzt oder beschädigt. Dieser Gewaltbegriff taucht häufig in den Diskussionen um politische „militante“ Aktionen auf.
Uns geht es nicht darum, diese Form der Gewalt schönzureden oder uns davon zu distanzieren. Vielmehr wollen wir zeigen, dass Gewalt in unserem Alltag überall vorhanden ist, ohne dass wir diese immer als solche wahrnehmen und dass Gewalt sehr unterschiedliche Dimensionen hat. So hinterlässt psychische Gewalt im Gegensatz zu den meisten anderen Arten der Gewalt meist keine sichtbaren Spuren wie Schrammen, blaue Flecken oder andere Verletzungen. Trotzdem kann es einen ganz schön fertig machen, wenn zum Beispiel Mitschüler_innen einen dissen oder sonstwie verbal angreifen.
Tagtäglich erleben wir zudem sogenannte strukturelle Gewalt. Der Druck, die Regeln und Gesetze, die unser soziales Umfeld bestimmen, befolgen zu müssen, ist immens: Wenn wir uns nicht profilieren und brav mitspielen, droht uns Diskriminierung und manchmal auch der soziale Ausschluss. Vollkommen absurd ist, dass alle es irgendwie für selbstverständlich halten, immer dazu gezwungen zu sein, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Anders ausgedrückt: Die Unmöglichkeit sich den Gesetzen des Marktes zu entziehen, ist die reale Ohnmacht der bürgerlichen Gesellschaft. Auch das staatliche Gewaltmonopol wird von vielen als selbstverständlich hingenommen: Wenn Cops Menschen aus Deutschland abschieben, wird dies als „legitim“ hingenommen. Sobald sich Betroffene dagegen wehren, ist ihr Verhalten „illegitim“ und gilt plötzlich als gewalttätig. Eigentlich komisch, denn wer bedroht in dieser Situation wen?
„Links- und Rechtsextremisten“ wird häufig vorgeworfen, gleichermaßen „Gewalt“ anzuwenden. Dabei wird vollkommen ausgeblendet, dass Motivationen und Gründe komplett unterschiedlich sind: Nazis greifen aus ihrem rassistischen Weltbild heraus „Schwächere“ wie Migrant_innen oder Obdachlose an und verletzen oder töten sie dabei. Angriffe der Linksradikalen sind meist symbolisch und richten sich gegen die Eckpfeiler unserer gewalttätigen Gesellschaftsordnung. Ohne dass wir das immer sinnvoll fänden: Die Mühe, hier zu differenzieren, sollte man sich schon machen!

Zum Weiterlesen:
Text der Antifaschistischen Aktion Berlin (r.i.p.) »Das Ende der Gewalt«