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In Kürze erscheint die Ausgabe No. 12

Die neue Ausgabe der Straßen aus Zucker hat sich nichts weniger als die Frage vorgenommen, wie wir leben wollen. Hier das Vorwort.

„You may say I’m a dreamer“, heißt es in einem alten Lied von John Lennon, das heute nur noch im „70/80/90er-Mix und das Beste von Heute“ verramscht wird. Und es kann nun wirklich nicht behauptet werden, dass Viele von den Ideen, die in dem Lied vorgeschlagen werden, träumen: einer Welt ohne Nationen, Eigentum und Religion. Gerade in Zeiten von AfD, Pegida, FPÖ, SVP, IS, Trump, AKP, Front National, Duterte und anderer Bewegungen des Horrors kann es schnell albern scheinen, über eine „befreite Gesellschaft“ und Utopien nachzudenken. Wenn das nichts mit den aktuellen Kämpfen zu tun hat, sondern eine paradiesische Welt am Reißbrett entworfen wird. Ohne die vielen gescheiterten Versuche zu reflektieren, die es bereits gab. Und einen Masterplan brauchen die Leute, die dann die grundlegende Veränderung erstreiten werden, auch nicht. Wir wollten das Gegenteil tun: Uns in trüben Zeiten Gedanken darüber machen, wofür wir eigentlich streiten. Es war nicht leicht, bei vielen Dingen sind wir uns unsicher, manches wird nur angerissen. Aber, dass es sich lohnt dafür einzutreten, dass es endlich besser wird, das wissen wir. Und: „We hope some day you will join us“.

Aktuelles der Straßen aus Zucker

Manchmal passiert hier auf der Seite einen Monat nichts, das liegt daran, dass wir zwischen den Ausgaben meist auf Facebook posten. Unsere Seite ist auch ohne eigenen Account lesbar:

https://www.facebook.com/strassenauszucker/

„…never mind Fahnenmeer?“ Naja, wenigstens Aufkleber kleben

In ein paar Tagen geht’s wieder los: Springers ehemals heißes Blatt fürchtet zwar noch, dass „die“ „uns“ mit Streiks „unsere“ EM „versauen“ (die französische Polizei drischt ja schon brutalstmöglich in die Menge).
Die Namen der eigenen Herrschaft werden nationaltrunkene Menschen trotzdem wieder munter durch Straßen und Auen tragen. Aber obacht: Die tun beim „Wir“- und „die Anderen“-Spielen nur so happy & relaxed – auf ihr nationales Tun angesprochen, reagieren die gar nicht mehr cool.
Um eure Straßen trotzdem auf zivilisatorischem Mindeststandard zu halten & kollektiver Schland-/National-Beflaggung was entgegenzusetzen, können Aufkleber dienen: Wir haben gerade zufällig welche zur EM gebastelt und verschicken die kostenlos – gern auch mitsamt Zeitungen, die ihr irgendwo auslegt oder verteilt.
Solange der Vorrat reicht, einfach Mail an saz@riseup.net

em-special

Abschließendes zum ‪#‎Cakegate‬ (31.05.2016)

Jetzt hat sich der erste Rauch verzogen und wir werfen einen genaueren Blick auf die Ereignisse. Sahra Wagenknecht hat beim LINKEN-Bundesparteitag in Magdeburg eine Torte abbekommen. Grund waren ihre Äußerungen in der Flüchtlingsdebatte, in der sie von verwirktem „Gastrecht“ und ähnlichem schwadronierte. Die Reaktionen sind erwartbar empört, sowohl bei den anderen Parteifunktionär_innen als auch bei der Presse. Besonders hervorgetan im schlechten, unsauberen Journalismus hat sich Rainer Meyer, alias @faz_donalphonso,

„FAZ: Denn sie wissen, wer die Torte auf Sahra Wagenkecht warf“

Dazu an dieser Stelle ein paar Kommentare der Straßen aus Zucker-Redaktion:
(mehr…)

Das „Gastrecht“, von dem Sahra Wagenknecht spricht

Sahra Wagenknecht möchte heftig ins Abschieben einsteigen, weil Menschen angeblich ihr „Gastrecht“ verwirkt hätten (und nichts anderes als Abschiebung meint das). Wir finden bereits die Vorstellung abwegig, Menschen, die migrieren, wären „Gäste“, die dann irgendwelche Rechte verwirken könnten, die andere Einwohner*innen der Region ‚natürlich‘ und ohne Möglichkeit des Verlustes zustehen!

Ein Text von uns handelt hiervon, wir freuen uns über Anmerkungen, Kritik und Lob:

„Wir können doch nicht alle aufnehmen“. Von vollen Booten und leeren Tellern

Tortanschlag auf Sahra Wagenknecht: Offizielle Stellungnahme der SaZ-Redaktion zum Cakegate

Durch den vorbildlichen Investigativ-Journalismus der FaZ (http://bit.ly/1X7nEKO) sehen wir uns gezwungen, unsere Pressevertreter_innen Norbert G., Don Alphonso, Karla Kolumna und Harry Hirsch in den einstweiligen Ruhestand zu verabschieden.

ad Tortenwurf

„Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht eben auch verwirkt“ (Sahra Wagenknecht)

Heute morgen lasen wir in der Bams und der FAZ, dass die Torte auf obige „Links“politikerin aus Zuckers Blätterwald kam („Er gab an, für das linksautonome Blog „Straßen aus Zucker“ zu arbeiten“). Als Redaktion der Straßen aus Zucker lieben wir natürlich Torten, gerne auch mit viel Sahne. Und finden die brandstiftenden Aussagen von Sahra Wagenknecht zur Flüchtlings‘krise‘ ziemlich unterirdisch (https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/auf-rechten-abwegen), wie wir auch die Aufregung um eine leckere Schokotorte in dieser angeblich so bewegungsnahen Partei nicht ganz nachvollziehen können.

Aber während des Parteitags hatten alle unsere Redaktionsmitglieder Anderes zu tun: Am See sitzen, die nächste Ausgabe planen, Demos organisieren, feiern gehen. Kurzum: Wir waren’s nicht. Wie wir das Ganze konkret finden diskutieren wir bald im Zuckerwürfel-Kollektiv – stay tuned, friends!