Archiv für Mai 2013

Intro #8 1/2

Was das eine mit dem anderen und so weiter…wie immer, nur kürzer: Die Straßen aus Zucker-Sonderausgabe! Anlässlich der bundesweiten antirassistischen Kampagne FIGHT RACISM NOW! befassen wir uns mit verschiedenen Erscheinungsformen und der jüngeren Geschichte von Rassismus in Deutschland. Wieder umfangreicher, dann im Spätsommer: Eure Strassen aus Zucker #9.

„Ein Faktor, der Menschen dazu bringt, nachzudenken“

Sweet Talking mit Irie Revolté

Mal Élevé und Carlito erzählen über ihr neues Album, was sie von Mackertum halten, wo politische Einstellungen herkommen und was so alles auf den Kopf gestellt werden sollte.

Straßen aus Zucker (SaZ): Ihr spielt gleich auf dem „Gemeinsam gegen Nazis“-Festival. Wie hängen Musik und Politik für euch zusammen?

Mal Élevé (ME): Das ist für uns von Anfang an ein wichtiger Bestandteil gewesen. Für uns ist Irie Revolté eher ein Projekt als nur eine Band. Für uns ist die Musik eine Art, sich politisch aktiv zu betätigen. Natürlich machen wir Mucke auch weil wir Bock auf Mucke haben – ist ja klar. Aber für uns ist es immer auch Bestandteil gewesen, Aktionen und Demos zu unterstützen.

SaZ: In eurem Lied „Antifaschist“ klingt es so, als wären politische Einstellungen angeboren – wir setzen ja mehr auf „Die Welt verändern“ und darauf, dass Menschen auch Entscheidungen treffen können.
Wurden Nazis und andere Honks auch „so geboren“? Was machen wir dann?

(mehr…)

Sonderausgabe online!

Was das eine mit dem anderen und so weiter…wie immer, nur kürzer: 
Die Straßen aus Zucker-Sonderausgabe! Anlässlich der bundesweiten antirassistischen Kampagne FIGHT RACISM NOW! befassen wir uns mit verschiedenen Erscheinungsformen und der jüngeren Geschichte von Rassismus in Deutschland. Wieder umfangreicher, dann im Spätsommer: Eure Strassen aus Zucker #9.

STRASSEN AUS ZUCKER BEILEGER als pdf

Bestellt euch Ausgaben zum Lesen und Verteilen oder lest die Artikel online:

Im Namen des Volkes
Was Rostock-Lichtenhagen mit der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl zu tun hat.

White Lies
Einer der schönsten Skandale 2011: Der Rapper Bushido erhält den Bambi-Preis für Integration.

„Wir können doch nicht alle aufnehmen!“
Von vollen Booten und leeren Tellern.

„Brecht die Residenzpflicht!“
Ein Interview mit einer Aktivistin der Refugee-Proteste.

„Brecht die Residenzpflicht!“

Ein Interview mit einer Aktivistin der Refugee-Proteste.

Über 600 km sind sie gelaufen, bevor sie im Oktober 2012 in Berlin angekommen sind. Bereits im März 2012 begann der Protestmarsch der Flüchtlinge. Startpunkt der Öffentlichkeitskampagne war ein Asylbewerber_innenheim in Würzburg. Von hier aus machten die Aktivist_innen in verschiedenen Asylbewerber_innenheimen und Städten in der Bundesrepublik halt, um schließlich Berlin-Kreuzberg zu erreichen. Hier am Oranienplatz existiert seitdem ein Refugee-Camp. Die Geflüchteten protestieren gegen die rassistische Asylpolitik in Deutschland. Konkret fordern sie die Abschaffung der Residenzpflicht, bei der sich die Bewegungsfreiheit der Flüchtlinge auf einen Bezirk, Kreis oder ein Bundesland beschränkt.
(mehr…)

„Wir können doch nicht alle aufnehmen!“

Von vollen Booten und leeren Tellern.

Sie kommen ins Land auf der Suche nach einem besseren Leben. Geben sich nicht die Mühe, die Sprache zu lernen, bleiben lieber unter sich, leben in Parallelgesellschaften mit eigenen Vereinen und Clubs. Sie wollen nicht arbeiten und haben zugleich das Gefühl, ihnen stehe alles zu. Und es werden immer mehr, ein Ende ist nicht abzusehen. (mehr…)

White Lies

Einer der schönsten Skandale 2011: Der Rapper Bushido erhält den Bambi-Preis für Integration.

Kurz nach der Preisverleihung geht ein Aufschrei durch die Medien, wie es denn sein kann, dass so jemandem ein derartiger Preis verliehen wird. Bushido sei frauenfeindlich und homophob und doch überhaupt kein gutes Vorbild. Die SaZ-Redaktion findet es zwar auch unsinnig, dass ein reaktionärer Kotzbrocken wie Bushido einen Preis bekommt, noch unsinniger und vor allem rassistisch ist allerdings der Preis selbst. Wofür steht denn Integration genau? Wo rein sollen sich Menschen integrieren? Und wer entscheidet, wer sich integrieren muss?
(mehr…)

Im Namen des Volkes

Was Rostock-Lichtenhagen mit der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl zu tun hat.

Im August 2012 jährte sich das rassistische Pogrom gegen Migrant_innen in Rostock- Lichtenhagen zum zwanzigsten Mal. Zum Gedenken pflanzte Bundespräsident Gauck ausgerechnet eine deutsche Eiche als Zeichen für den Frieden. Wir wollen in diesem Artikel die Ereignisse von 1992 und ihre Hintergründe darstellen und zeigen, dass es keinen Grund gibt, ein staatliches Friedensangebot anzunehmen.

Doppelmist: Nationale Vereinigung und vereinigter Nationalismus
Nach der sogenannten Wiedervereinigung, der Zusammenlegung von DDR und BRD nach dem Ende des Kalten Krieges, jubeln viele, dass nun „endlich zusammengewachsen sei, was zusammengehöre“. Dass Menschen sich in den Armen liegen, weil eine gewaltsam gesicherte Grenze niedergerissen wird, klingt ja auch erstmal ganz sympathisch. Von Anfang an wird aber deutlich gemacht, wer nicht dazugehören soll: Menschen, die nicht als „deutsch“ gelten, werden ausgeschlossen. Die gewaltsam gesicherten Grenzen, die sie draußen halten sollen, stören die Mehrheit keineswegs.
(mehr…)