Archiv für Juni 2012

NEUE Shirts, Hoodies & Beutel!

Bei diraction.org und black-mosquito.org gibts neue SaZ-Shirts, -Hoodies & -Beutel!
Unter anderem die hier:
Deutschland du Opfer!

Let‘s make a decision!

Was wir von Parteien und Parlamentarismus halten…

Auf ausgetretenen Pfaden…
Was tun, wenn man sich für Politik interessiert, sich nach Diskussionen, Argumenten und politischen Menschen umschauen oder politisch in Aktion treten will? Fragt man mal rum, werden die meisten antworten: „Da musste in eine Partei gehen.“ Parteien und Parlament sind also für die meisten Leute die naheliegende Form „Politik zu machen“. Leider hat das oft das Missverständnis zur Folge, dass der ganze Rest des gesellschaftlichen Lebens für unpolitisch gehalten wird. So ist vielen gar nicht bewusst, dass z.B. der Leistungsdruck in der Schule auch politisch gewollt ist, um die Schüler_innen früh für den Arbeitsmarkt zu drillen. Diskussionen über die Verhältnisse in der Schule, am Arbeitsplatz, im JobCenter finden daher wenig an ebendiesen Orten statt. Sie sind ausgelagert in den akzeptierten Bereich der Parteienpolitik.
Dabei denken wir jedoch eher an stundenlange Satzungsdiskussionen in zugigen, neonlichtbeleuchteten Mehrzweckhallen, langweilige, zur großen Entscheidungsfrage hochstilisierte Wahlen zwischen Merkel und Steinmeier. Kurz: An Ödnis, an Parolen wie „Näher am Menschen – CDU!“, und vor allem eben an Entscheidungen, die über die Köpfe der Leute hinweg passieren und meistens auch gegen deren Interessen. Oder wie es der ehemalige Bundeskanzler Kohl sagte: „Die demonstrieren, wir regieren.“
Unsere Vorstellung von Politik ist eine andere: Wir glauben, dass eine herrschaftsfreie Gesellschaft nur durch Selbstorganisation entwickelt werden kann, durch konkrete Initiativen, die aber die gesamtgesellschaftliche Veränderung nie aus dem Blick verlieren. (mehr…)

Wir sind nicht behindert, wir werden behindert.

„Nicht unsere Körper sind falsch, sondern die Gesellschaft, die nicht für sie eingerichtet ist“

ENGLISH!

Wenn heute staatliche Stellen von Selbstbestimmung von behinderten Menschen reden, ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern einer Bewegung zu verdanken, die vor 40 Jahren in den USA anfing, ein paar Jahre später in die BRD kam und die viele doch nicht kennen: die Behindertenbewegung. Erstmals artikulierten sich viele laut, undankbar, ja offen zornig über die ständige Bevormundung. Wir sprachen mit dem linken Aktivisten Tim darüber, wer wo wen behindert, was noch passieren muss, dass aus „Sorgenkindern“ Menschen werden und warum behinderte Menschen nicht ins Kino gehen sollen.

Viele kennen die Frauenbewegung, den Kampf von Lesben und Schwulen, aber von einer „Behindertenbewegung“ haben wenige was gehört. Verwundert Dich das? Und verwendest Du eigentlich den Begriff „behindert“? (mehr…)

Theorie und Praxis

Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen

Wenn man Leute kennt, die sich mit Politik beschäftigen, erlebt man oft verschiedene Vorstellungen von politischer Arbeit: Da gibt es einige, die finden Theorie langweilig und wollen sofort alle gesellschaftlichen Probleme am Schopf packen. Und solche, die stattdessen vor allem lesen und diskutieren und nicht ganz so oft auf den Demos zu sehen sind. Diese Lagerbildung hat viel mit persönlichen Präferenzen zu tun. Theorie und Praxis müssen dabei aber nicht unbedingt ein Widerspruch sein: Manchmal kann sich verschiedene politische Arbeit ergänzen. Und fast alle sind sich einig, dass es praktische Handlungen gibt, die superwichtig sind. Ob bei sexistischen Äußerungen intervenieren, sich und Freund_innen vor prügelnden Ekelnazis schützen oder sich mit Flüchtlingen zu solidarisieren. Diese praktischen Aktionen sind wichtig, weil sie aktuelle gesellschaftliche Zumutungen mildern. Ob sie die Gesellschaft dauerhaft ändern, sei mal dahingestellt, aber sie scheinen das Leben doch wenigstens vorübergehend ein wenig angenehmer zu machen.
Schwieriger zu beantworten halten wir aber die Frage, wie sich Gesellschaft jetzt grundlegend verändern lässt und welche Rolle Theorie und Praxis da spielen?

Im Zweifel für den Zweifel – Theorie und Kritik
Warum ist Theorie für politische Arbeit wichtig? Da fällt uns einiges ein. Zum einen wollen wir mit unserer Politik nicht bloß Mainstream Common Sense nachplappern. Wir wollen kreativ Dinge hinterfragen und neu gestalten. Um das Bestehende zu reflektieren und zu hinterfragen ist es meist notwendig zu lesen, nachzudenken und zu diskutieren: Theorie zu machen. (mehr…)

Burn, burn, yes you‘re gonna burn

Tom Morello ist Gitarrist von „Rage Against The Machine“ und als Solokünstler „The Nightwatchman“ unterwegs. Als linker Aktivist unterstützt er Arbeitskämpfe, die Rechte von Migrant_innen und setzt sich gegen die Todesstrafe ein. Die Straßen aus Zucker trafen Tom vor einem Konzertauftritt anlässlich des 100. Geburtstags des kommunistischen US-Folksängers Woody Guthrie.

ENGLISH!

ESPAÑOL!


In unserer aktuellen Ausgabe beschäftigen wir uns mit Fragen nach Organisierung für eine radikale Gesellschaftsveränderung. Was sind denn Deiner Meinung nach die besten Strategien?

Ich zögere immer, Empfehlungen zu geben für Situationen, von denen ich kein Teil bin. Aber ich kann natürlich erzählen, wie es gerade für mich in den USA ist, eure Leser_innen müssen dann für sich entscheiden, ob daraus was zu lernen ist. Also, im Laufe der letzten Jahre gab es dort einige dramatische Veränderungen. In Europa sind Klassenverhältnisse ein heiß debattiertes Thema unter Leuten, die eine andere Welt sehen wollen. In den USA ist das eigentlich nicht der Fall. Und das ist das Ermutigendste an der pro-Gewerkschafts- und der Occupy-Bewegung. Gerade haben die Leute das Gefühl, dass sie wortwörtlich ökonomisch mit dem Rücken gegen die Wand stehen, und ihre Interessen zeigen sich deutlicher in dieser Zeit der wirtschaftlichen Rezession. Für erfolgreichere Organisierung muss man „outside the box“ denken. Weil wir eben so einer monolithischen Machtstruktur gegenüberstehen, die gegen uns ist. (mehr…)

Big Boom Bang!

Die Occupy-Bewegung und die Krise

Eigentlich geht das jetzt schon ganz schön lange. Als 2008 in den USA die ersten Banken zusammenbrachen, redeten zuerst alle von einer „Finanz-“, dann von einer „Schuldenkrise“. Standen erst die USA im Mittelpunkt, gilt aktuell Europa als Zentrum der Krise. Gegen deren Folgen protestierten die letzten Monate weltweit zigtausend Menschen – ob die Demonstrant_innen in Griechenland oder die „Occupy“ Bewegung in New York und im Frankfurter Bankenviertel. Doch was hat es eigentlich mit dieser komischen Krise auf sich? Und Wir haben uns angeschaut, was diese Bewegungen für Ideen für eine politische Organisierung bringen können. (mehr…)