Archiv für Oktober 2011

WIEN – 31.10.: Demoparade – Süßes sonst gibt’s Saures!

Demo-Parade und Party gegen den Horror des Kapitalismus!

Wir haben die kapitalistischen Verhältnisse satt! Wir wollen das schöne Leben für alle! Ohne Angst, Stress, Lohnarbeit und Konkurrenz! Gegen den Horror des Kapitalismus! Für die befreite Gesellschaft! Zeigen wir dem Schweinesystem unsere hässlichste Fratze! Kommt verkleidet am 31.Oktober um 18:30 Uhr zum Demo-Treffpunkt am Europaplatz am Westbahnhof (U3/U6)!


31oktober.antifanet.at

Was (und was wir nicht) gegen Religion haben…

Wenn Menschen von höheren Mächten treu und still umgeben sein möchten, anstatt diese abzuschaffen

Ich will keine Versprechen, die mir Menschen geben,
die sie dann wieder brechen, so sind Menschen eben!

Xavier Naidoo, gläubiger Schlagersänger

In einer Zeit, in der die Welt restlos aufgeklärt scheint, jeder Winkel der Erde, ja selbst unser Sternensystem erforscht ist, erscheint der Glaube an Gottheiten erstmal nur als lustige, individuelle Verschrobenheit. Doch bei näherem Betrachten hat der Glaube nicht nur einen individuellen Charakter. Er entspringt nämlich offensichtlich einem großen Bedürfnis bei vielen Menschen. Religiöse Vorstellungen sind in ihrer heutigen Form – und nur um diese wird es in diesem Text gehen – eine nahe gelegte Umgangsweise mit der Katastrophe eines Lebens im Kapitalismus. Dieses Leben ist eins im ständigen Misstrauen: „Der tut doch nur so nett“, „Im Leben wird Dir nix geschenkt“. All die ausgefahrenen Ellbogen gehören zur täglichen Erfahrung, die jede_r in dieser Gesellschaft macht. Ja, sogar notwendigerweise machen wird, da man sich permanent an der Konkurrenz aller gegen alle beteiligen muss, um an die Dinge zu kommen, die man zum Leben braucht.
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