Boooom – Hier ist es, das erste Musikwerk, das den Straßen aus Zucker Podcast eröffnet. Das funkig bis deepe Houseset geht ca. eine Stunde und wurde aus purem Vinyl gegossen. Dessen Schöpfer, Robert Audien, ist ein Berliner House DJ und spielte für unsere „des rues de sucre“ Party am 13.01.2012 im ://about blank in Berlin.
Wir hoffen Euch an diesem Platz in regelmäßigen Abständen mit musikalischen Perlen befreundeter Musiker_innen beglücken zu dürfen. Latest tracks by Straßen aus Zucker
Nachdem 2011 ganz von Bewegungen aller Art beherrscht wurde, feiert die Straßen aus Zucker den Beginn ihres vierten Jahres im Sinne der Bewegung des Tanzbeins. Dazu gibt es Musik aus längst vergangenen Epochen, seltsames zum Träumen und natürlich: House und Techno.
Im Zweifel für die gute Laune und das nächste Blatt Propaganda.
Mit dabei sind: Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Daniela La Luz (parallel, riot riot technique, moody heights), Kai & Schlomsen (kassette…bleistift…80er!), Robert Audien (Neubau Berlin), Kombiteller (dille*tanten), … resom (:// about blank) und Viperflo.
Los gehts um 23.59 Uhr im ://about blank (Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin) am Ostkreuz.
Proteste Gegen den Ball der Burschenschaftler des Wiener Kooperationsrings (WKR)
Freitag 27. Januar 2012 linksradikale Demonstration
Samstag 28. Januar 2012 Burschisafari, Vorträge und eine Antinationale Afterparty (de rue des sucres-Party) – Mehr auf: www.nowkr.at & www.umsganze.de & www.antifaw.blogsport.de & www.antifanet.at
Über die Diskriminierung und Verfolgung von Roma und Sinti, einen bisher fast vergessenen Teil des nationalsozialistischen Vernichtungswahns, und die Kontinuitäten in der heutigen Gesellschaft.
„Wir versprechen eine Endlösung der Zigeunerfrage“, lässt die ultrarechte tschechische „Nationale Partei“ in einem Werbespot verlauten. In Frankreich werden mehrere tausend Roma in den Kosovo abgeschoben. In Ungarn patrouillieren ultranationalistische Garden durch Roma-Siedlungen, um „die Bevölkerung vor den Zigeunern zu schützen“. In Italien warnt Berlusconi: „Milan darf nicht zu einer Zigeunerstadt werden.“ In Berlin sprechen Zeitungen von „Bettel-Roma“ und in Leverkusen werden Brandsätze auf ein Roma-Haus geworfen. Der Antiziganismus, also die konkrete Feindschaft gegen als „Zigeuner“ stigmatisierte, ist seit etwa zwanzig Jahren wieder am Erstarken und hat eine lange Vorgeschichte.
Existierten die „Zigeuner“ nicht…
Schon im Mittelalter wurden Roma und Sinti aus deutschen Städten und Gemeinden vertrieben und verjagt, während parallel die ersten Zuschreibungen und Stereotype entstanden: Zum Beispiel, dass sie andauernd umherziehen, betteln, stehlen, Kinder entführen und nicht arbeiten würden. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Sinti und Roma dann für angebliche „Kriminalprävention“ systematisch erfasst und es gab diverse „Umerziehungsversuche“. Oft wurden ihre Kinder in Heime gebracht. (mehr…)
Warum in letzter Zeit noch mehr Scheiße gelabert wird. Und warum einige deswegen von Sozialchauvinismus reden.
Wie lange geht das jetzt schon? Anfang 2009 behauptete der deutsche Außenminister, ihn erinnere der Lebensstil von Arbeitslosen an spätrömische Dekadenz. Im Fernsehen schwatzte ein renommierter Philosoph davon, dass mittlerweile Arme die Reichen ausbeuten. Wem in der Schule gesagt wurde, dass aus ihm_ihr sowieso nichts wird, bekommt jetzt die geringe Qualifikation vorgeworfen. Skandalnudel Sarrazin inszeniert sich als Opfer, indem er sich samt Medientross aus einem Kreuzberger Dönerladen schmeißen lässt.
Auch in deinem Umfeld hast du sicher schon gehört, wie sich jemand abwertend oder mitleidig über Menschen in einer beschissenen Lage äußert. Gleichzeitig wird denen die Schuld an ihren Problemen gegeben und sie sollen sie gefälligst auch selbst lösen.
Ok, das ist nicht gerade neu. Fiese Mitschüler_innen kannten deine Eltern bestimmt auch. Und dass gestresste Workaholics Arbeitslosigkeit für ein Paradies halten, hat seinen Ursprung eher in deren Phantasie als in der Realität. Aber festzuhalten ist, dass es in der Gesellschaft einen deutlichen Trend zum Abwerten von Personen und Gruppen gibt: wegen ihrer Bildung, wegen ihres sozialen Status, einfach wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung. Denen wird vorgeworfen, dass sie den Staat ausnutzen würden. Und weil die meisten Menschen den Staat für den Verwalter des Wohls all seiner Bürger_innen halten, fühlen sie sich persönlich angepisst. Kritiker_innen der Veranstaltung reden in letzter Zeit von Sozialchauvinismus. (mehr…)
Ungebrochen ist der Diskurs um „Integration“ und endlich ist er da: der große SaZ-Selbsttest! Mach den Test und finde heraus, wie integriert Du wirklich bist und ob Du den Eintritt oder doch nur einen Arschtritt von dieser Gesellschaft erwarten kannst. Wenn Du dem Ergebnis nicht glaubst: selber Schuld!
1. Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft…
a) nach einem Einbürgerungstest mit Loyalitätserklärung an die Freiheitlich Demokratische Grundordnung (FDGO) bekommen. (*)
b) “aber hier leben – nein danke!“ (****)
c) seit meiner Geburt in Deutschland. (**)
d) würde aber auch eine andere annehmen / hätte die andere gern behalten. (***)
2. Meine Familie kommt aus…
a) gutem Hause.(**)
b) den verlorenen Ostgebieten. (*)
c) nicht aus – vom anderen Stern, wahrscheinlich. Ich versteh‘ sie jedenfalls nicht. (****)
d) verschiedenen Teilen der Welt. (***)
3. Beherrschst Du die deutsche Sprache?
a) Qui, c‘est vrai! Claro que sí! Of course I can! (****)
b) Rusch ma doch dän buggel runnda! / Ick wer dir wat husten. / Da werd ih kreiznarred! (**)
c) Ey Du Opfer! Machst Du mich an oder was? (***)
d) Natürlich! In Deutschland spricht man deutsch! (*)
4. Wie findest Du Dich im Alltag in Deutschland zurecht?
a) It‘s confusing, aber ich überlebe dank meinem Smartphone. (***)
b) Arbeiten, studieren, einkaufen und Behördengänge sind kein (**)Problem.
c) Mutti macht das schon! (**)
d) Das geht Euch überhaupt nichts an! (****)
5. Ich habe einen großen Bekanntenkreis und viele Freunde, …
a) aber meine Familie ist mir dennoch wichtiger. (*)
b) sogar Migrant_innen sind darunter. (**)
c) aus dem In- und unterschiedlichem Ausland. (***)
d) zumindest bei Facebook, aber wo die alle herkommen weiß ich auch nicht. (****) (mehr…)